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Schostakowitsch – Symphonie Nr. 9
Wer hat die berühmteste neunte Symphonie geschrieben? Richtig, Ludwig van Beethoven. Rund einhundertzwanzig Jahre danach stand der noch junge Dmitri Schostakowitsch in der damaligen Sowjetunion ziemlich unter Druck: Der Zweite Weltkrieg neigte sich seinem Ende, man bereitete die Siegesfeierlichkeiten vor – und erwartete von den Komponist*innen (für die so etwas wie »Freiheit der Kunst« nicht existierte), dass sie entsprechende Jubelwerke lieferten. Schostakowitsch hatte gerade seine 8. Symphonie beendet, folglich stand nun eine Neunte an. Klar, dass die Sowjet-Regierung um Josef Stalin ein Werk erwartete, das Beethovens groß dimensioniertes, visionäres Meisterwerk mit Schillers Ode an die Freude möglichst noch übertraf. Doch Schostakowitsch scheute jeglichen Vergleich mit dieser Vorlage, stattdessen schuf er eine klassisch schlanke, vordergründig heitere, aber auch rätselhafte Symphonie, die damals viele Leute vor den Kopf stieß. Ein Meisterwerk ist sie dennoch und wirft die spannende Frage auf: Wie klingt eine »doppelbödige« Musik?
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Lampingstraße 16
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