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Dvořák – Symphonie Nr. 9 Aus der Neuen Welt
Ottilie war gerade 14 Jahre alt geworden, alssich ihr Leben in Prag auf den Kopf stellte. Es war Sommer 1892; ihr Vater hatte einen neuen Job erhalten und sie durfte mitreisen – nach New York! Mit ihren Eltern und ihrem Bruder bestieg sie in Bremerhaven den Dampfer »Saale«, der in neun aufregenden Tagen den Atlantik überquerte. Ihr Vater, Antonín Dvořák, war in ihrer tschechischen Heimat längst ein berühmter Komponist und sollte darum jetzt in New York die Musikhochschule leiten. Aber nicht nur das: Man wünschte sich von ihm, dass er hier Musik komponierte, die »typisch amerikanisch« klingen sollte, denn die Vereinigten Staaten (USA) waren ein recht junges Land mit noch wenig »eigener« Musik. Ottilie spielte selbst sehr gut Klavier und war gespannt, wie ihr Vater diese Aufgabe angehen würde. Der fuhr erst einmal in seiner Freizeit in der Gegend herum und versuchte, genau wie früher zuhause in Böhmen, die Musik der einfachen Leute kennenzulernen. Bei Festen auf dem Land, in Kneipen, beim Arbeiten; einfach überall, wo gesungen, getanzt und musiziert wurde. Besonders interessierte ihn die Musik der indigenen Menschen, also der Ureinwohner*innen, sowie diejenige der Afroamerikanischen Bevölkerung. Was er daraus gemacht hat, stellen wir euch anhand seiner neunten Symphonie vor.
Infos
Lampingstraße 16
33615 Bielefeld