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DESCRIPTION:http://prod.bielefeld-marketing.rz-betrieb.de/node/1819506\n\nAlban
 Berg (1885–1935) \nSuite aus der Oper Lulu für Koloratursopran und
 Orchester \n \nJohannes Brahms (1833–1897) \nKlavierquartett g-Moll op.
 25 (für Orchester gesetzt von Arnold Schönberg) \n \n  \n \n»Wenn sich
 die Menschen um meinetwillen umgebracht haben\, so setzt das   \nmeinen
 Wert nicht herab.« – Die Titelfigur in Frank Wedekinds Drama Lulu  
 \ngilt als Beispiel einer »Femme fatale«. In ihrer Gegenwart gerät die 
  \nbürgerlich-männliche Welt aus den Fugen und in einen fatalen Bann.
 Als   \nKomponist Alban Berg in Wien Wedekinds Drama kennenlernt\, ist er
 fasziniert\,   \ndoch erst über 20 Jahre später\, im Jahr 1928\, sollte
 der Komponist mit der   \nArbeit an seiner Oper beginnen. Er stattet
 »seine« Lulu mit einem eigens   \nverfassten Libretto aus; die Musik
 formiert er nach den Regeln der   \nZwölftonmusik\, findet Gefallen am
 Spiel mit verschiedenen Klangfarben und   \nFormen\, und lässt immer
 wieder den Jazz anklingen. Noch vor der Vollendung   \nder Oper erliegt
 Berg 1935 im Alter von 50 Jahren einer Sepsis. Das   \nrevolutionäre Werk
 bleibt ein Fragment. Doch bereits 1934 stellte Berg in   \nBerlin mit
 seinen Lulu-Suiten vor\, wie er die Klangwelt der Oper und die  
 \nCharakterisierung der Personen auf einzigartige Weise zum Ausdruck zu
 bringen   \nvermochte – nicht zuletzt im Lied der Lulu für
 Koloratursopran\, das mit   \nden Zeilen »Und man hat mich nie in der
 Welt für etwas Anderes genommen\,   \nals was ich bin« eindrucksvoll
 schließt.  \n \n1861 debütierte der junge Johannes Brahms mit seinem
 Klavierquartett in   \ng-Moll op. 25 für Violine\, Viola\, Violoncello
 und Klavier in Wien\, wohl   \nwissend\, dass die dem
 Ungarisch-Volkstümlichen entlehnten Melodien und   \nRhythmen den
 Geschmack des Publikums kaum verfehlen würden. »Leider nicht   \nvon
 mir!«\, äußerte sich Arnold Schönberg später über ein Thema des  
 \nQuartetts. Wie es dazu kam? Schönberg nahm sich der Kammermusik an und 
  \norchestrierte sie für Orchester\, denn: »1. Ich liebe das Stück. 2.
 Es wird   \nselten gespielt. 3. Es wird immer sehr schlecht gespielt\,
 weil der Pianist   \ndesto lauter spielt\, je besser er ist\, und man
 nichts von den Streichern   \nhört. Ich wollte einmal alles hören\, und
 das habe ich erreicht«\, gab er   \npreis. 1937 brachte Dirigent Otto
 Klemperer in Los Angeles so ein fulminantes   \nOrchesterwerk zur
 Urauführung\, das 40 Jahre nach Brahms’ Tod etwas wie   \nseine
 »Nullte« anmutete. »Man mag das Originalquartett gar nicht mehr  
 \nhören\, so schön klingt die Bearbeitung«\, resümierte Klemperer
 betört.   \nDoch möchten wir Brahms bitten\, sich nicht im Grabe
 umzudrehen. Schließlich   \nhat Schönberg nach eigener Aussage nur
 vorgehabt »diesen Klang auf das   \nOrchester zu übertragen\, und nichts
 anderes habe ich getan«\, oder? \n \n(Stand: 30.05.2026)
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