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DESCRIPTION:http://prod.bielefeld-marketing.rz-betrieb.de/node/1819503\n\nCaroline
 Shaw (*1982) \nEntr’acte \n \nWolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
 \nSymphonie Nr. 40 g-Moll KV 550 \n \nLudwig van Beethoven (1770–1827)
 \nKonzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 \n \n  \n
 \n»Ich mag diese Art\, wenn Musik dich plötzlich auf die andere Seite
 von   \nAlices Spiegel (im Wunderland) bringt\, in einer Art irrwitzigen\,
   \nfeinsinnigen\, farbigen Überleitung«\, schrieb die amerikanische
 Komponistin\,   \nGeigerin und Sängerin Caroline Shaw über ihr Stück
 Entr’acte. Inspiriert   \nwurde sie dazu 2011 von der Musik Joseph
 Haydns\, als das Brentano-Quartett   \ndessen letztes vollendetes
 Streichquartett op. 77 Nr. 2 spielte. Caroline   \nShaw ist die jüngste
 und überhaupt eine der ganz wenigen Frauen\, die für   \neine
 Komposition den renommierten Pulitzer Preis erhielt – 2013\, da war sie 
  \n30 Jahre alt. Sie begann bereits mit zwei Jahren\, Geige zu spielen\,
 und mit   \n13 Jahren schrieb sie ihr erstes Streichquartett. Die
 Komponisten der Wiener   \nKlassik waren ihr dabei die wichtigsten
 Vorbilder. \n \n»Hinter den Spiegeln«\, zitiert nach dem Titel von Lewis
 Carrolls zweitem   \nBuch nach Alice im Wunderland\, ließe sich auch auf
 Mozart selbst beziehen.   \nHatte ihm seine bisherige Karriere als
 Wunderkind und musikalisches Genie   \neine beachtliche Lebensqualität
 beschert\, so schien ihn das Glück in seinen   \nletzten Lebensjahren
 sukzessive zu verlassen. Geldsorgen\, Schulden\, Umzug in   \neine ärmere
 Gegend\, nachlassende Aufmerksamkeit; all das hatte er sich wohl  
 \nanders vorgestellt. Dass der Musikbetrieb in Wien durch den  
 \nrussisch-türkischen Krieg lahmgelegt war\, in dem Kaiser Joseph II. mit
   \nseinen österreichischen Truppen eine nicht ganz unwichtige Rolle
 spielte\,   \nmachte die Sache nicht besser. Umso bedrückender klingt
 seine berühmte   \ng-Moll-Symphonie KV 550\, deren klassische Schönheit
 über jeden   \nBeschreibungsversuch erhaben ist. Geschrieben hat er sie
 im Sommer 1788. \n \nKriegswirren beeinflussten zwanzig Jahre später auch
 Ludwig van Beethoven.   \nSein fünftes Klavierkonzert komponierte er
 unmittelbar vor dem Einmarsch der   \nfranzösischen Truppen Napoleon
 Bonapartes in Wien. Die kaiserliche Familie   \nwar bereits nach Ungarn
 geflohen\, darunter auch Beethovens Förderer\,   \nErzherzog Rudolf. Die
 ursprüngliche Verehrung\, die Beethoven für Napoleon   \nempfunden
 hatte\, der die Ideale der Französischen Revolution in die Welt zu  
 \ntragen schien\, schlug in dieser Zeit in flammende Ablehnung um. Das
 Bild von   \nden Spiegeln\, hinter denen eine andere Welt lauert als
 erhofft\,   \nkorrespondiert mit Beethovens Ertaubung\, die in dieser Zeit
 so weit   \nfortgeschritten war\, dass er den Solopart seines letzten
 Klavierkonzerts bei   \nder Uraufführung im Januar 1811 nicht mehr selbst
 spielen konnte. \n \n(Stand: 30.05.2026)
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