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DESCRIPTION:http://prod.bielefeld-marketing.rz-betrieb.de/node/1712857\n\nVon
 Klaus Fried und Julia Albrecht. \nDeutschland\, Österreich 2025 /
 Originalfassung: Deutsch\, Englisch /   \nUntertitel: Deutsch / Länge:
 109 min. \n"Friendly Fire" ist ein sehr persönliches Porträt des großen
   \nösterreichischen Dichters Erich Fried von seinem Sohn Klaus Fried.
 Der Film   \nist eine Hommage an einen unvollkommenen\, aber innig
 geliebten Vater\, eine   \nReise durch ein Jahrhundert Geschichte\, die
 uns immer wieder zu den   \nPerspektiven des vor den Nazis von Wien nach
 London geflohenen   \ndeutschsprachigen Exilliteraten Erich Fried führt.
 Blickwinkel die heute   \nwieder furchtbar aktuell sind. \nDer
 Österreicher Erich Fried ist einer der bis heute meistgelesenen\,  
 \ndeutschsprachigen Lyriker. Seine Lebensumstände sind die eines  
 \ntraumatisierten\, hochgebildeten und empathischen Unruhestifters mit
 einem   \nfast pathologischen Drang zur Versöhnung mit den Extremen
 politischer   \nÜberzeugungen\, von RAF bis Neo-Nazi Michael Kühnen. Ein
 Mann\, selber 1938   \nvor den Nazis aus Wien geflohen\, ein Sisyphos\,
 der unverdrossen an   \nVerständigung arbeitete. Sein Sohn Klaus Fried
 beklagt\, dass er ihn mit   \neiner Generation junger Deutscher teilen
 musste\, die ihren eigenen Eltern   \nnicht trauen wollten. Das Haus in
 London war eine zum Bersten volle "German   \nEmbassy of the left".
 Idealisten\, Terroristen und Horden kiffender Hippies   \ngaben sich die
 Klinke in die Hand. Für seine Besucher ein Guru\, war Erich   \nFried
 für seine eigenen Kinder oft schwer zu erreichen. Klaus Fried macht  
 \nsich auf den Weg und tastet sich im Gespräch mit Geschwistern\,
 Freunden und   \nZeitgenossen an seinen Vater heran. \n \nDer titelgebende
 Terminus "Friendly fire“ bedeutet "versehentlicher Angriff   \nauf die
 eigenen Truppen“. Erich Fried war ein Sinnbild dafür. Wer ihn als  
 \nFreund hatte\, brauchte keine Feinde mehr. Er wagte\, häufig entgegen
 aller   \nErwartungen zu agieren\, und es gelang ihm dabei\, auch mit den
 am weitesten   \nvoneinander entfernten Protagonisten in Politik und
 Gesellschaft ins   \nGespräch zu kommen. Seine Skepsis gegenüber
 Israel\, obwohl selbst Jude\,   \nseine Auseinandersetzung mit den
 Protagonisten der RAF\, seine Freundschaft   \nmit dem Neonazi Michael
 Kühnen\, den er letztlich wohl überzeugen konnte\,   \ndass Auschwitz
 wirklich existiert hatte. Niemand war vor dem "friendly   \nfire“ Erich
 Frieds sicher\, mit Empathie und manchmal auch mit unerwarteter   \nWucht
 bewerkstelligte er vieles\, was in unserer individualisierten  
 \nGesellschaft heute fehlt. Und nicht zuletzt ist der Film auch ein
 "friendly   \nfire“ des Sohnes gegen den Vater\, der vor lauter
 Brandherden in der Welt   \nmanchmal vielleicht seine Familie etwas aus
 den Augen verloren hat. \n \nMit diesem Film erobert sich Klaus Fried\,
 stellvertretend für seine   \nGeschwister\, den Vater zurück. Fast 30
 Jahre nach seinem Tod\, darf man sich   \nfragen\, was hätte der große
 Europäer Erich Fried\, der von London aus die   \nWelt beobachtete und
 kommentierte\, zu unserer heutigen Welt zusagen? Zum   \nPopulismus\, zum
 wieder Erstarken von Rassismus und Faschismus\, zur Cancel   \nCulture\,
 zu Gaza und Israel? Vermutlich hätte Erich Fried versucht die  
 \nzerrissenen Fäden wiederaufzuheben\, versucht die abgebrochenen
 Gespräche   \nwieder in Gang zu bringen\, so wie sein Sohn Klaus das mit
 seinem Film   \nversucht. Klaus Fried\, der wie seine Familie in England
 lebt\, beginnt die   \nArbeit an seinem Film in der Epoche des Populismus
 und des Brexits\, in der\,   \nnicht nur in England\, verhärtete
 Meinungen Gespräche ersetzen. Ein guter   \nZeitpunkt für eine Hommage
 an den Brückenbauer Erich Fried\, eine Krise die   \nbis heute anhält.
 \n \n(Stand: 17.04.2026)
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